| In der schwersten Gewichtsklasse bis 125 kg legte Heeressportler Johannes Ludescher (KSK Klaus) einen sehr guten Start hin. Nach einem Freilos konnte er gegen den EM-Dritten sowie U23-Vizeweltmeister Alen Khubulov (BUL) er sensationell einen 5:0-Sieg einfahren. Im Viertelfinalkampf musste er sich dem WM-Siebenten von 2025, Mohsen Siyar (GER), nach sechs intensiven Minuten mit 0:4 beugen. Dieser verlor sein Halbfinale um lediglich einen Punkt, weshalb die Medaillenchancen für Johannes ausblieben. Am Ende reichte das Ergebnis für den sehr guten 7. Platz.
Auch die beiden Teamkollegen lieferten starke Kämpfe. Zollathlet Simon Marchl (A.C. Wals) vom Leistungszentrum Rif/Salzburg unterlag bis 86 kg nach gutem Kampf dem WM-7. des Vorjahres, Ivars Samusonoks (LAT), knapp mit 2:5 Punkten. Dieser konnte bis ins Halbfinale vordringen, wodurch dem Walser der Weg über die Hoffnungsrunde verwehrt blieb. Nach einer Leistungssteigerung belegt Simon damit den 11. Platz.
Polizeisportler Benjamin Greil (RSC Inzing) musste bis 97 kg zum Auftakt eine Niederlage gegen Doppelolympiasieger Abdulrashid Sadulaev (UWW/RUS) hinnehmen. In der Hoffnungsrunde musste er sich nach engagiertem Start dem späteren U23-Europameister von 2024, Radu Lefter aus Moldawien nach Punkten geschlagen geben. Im Endklassement steht der Tiroler am 14. Rang.
Bundestrainer Georg Marchl war dennoch mit den gezeigten Leistungen sehr zufrieden. Johannes konnte wieder in die Top 10 vordringen und Simon Marchl und Benjamin Greil haben in ihren neuen Gewichtsklassen gezeigt, dass mit ihnen in der Zukunft mit einer neuerlichen Leistungszunahme zu rechnen ist. Damit geht für den Österr. Ringsportverband die Ringer-Europameisterschaft 2026 zu Ende. Mit der Bronzemedaille von Martina Kuenz, Platz 7 von Johannes Ludescher und Platz 8 von Oleksandra Kogut sowie sehr starken kämpferischen Leistungen von Aker Schmid, Simon Marchl und Benjamin Greil können wir die Hauptstadt Albaniens mit einer erfolgreichen Nationalmannschaft die Heimreise antreten. Hier findet ihr alles rund um die Europameisterschaften in Tirana
Der Österr. Ringsportverband gratuliert seinen Sportlern zu den gezeigten Leistungen und dankt dem Trainerteam um Sportdirektor Benedikt Ernst, den Bundestrainern Georg Marchl und Amer Hrustanovic, Frauen-Trainer Vitaly Markotenko und unseren Physios Axel Summer sowie Max Hanke für Ihren Einsatz - sie haben den Ringsport in Europa bestens präsentiert.
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